Wir sind nah am Menschen

Vorstand und Mitarbeitervertretung haben gemeinsam einen Steuerungskreis gebildet, der ein Konzept für die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen erarbeiten soll. Nach der Schulung und Beratung des Steuerungskreises durch IGP wird das erarbeitete Workshop-Konzept in Pilotbereichen ausprobiert und weiterentwickelt.

Alle Details des Vorgehens werden in einer Regelungsabrede dokumentiert und sind die Grundlage für die flächendeckende Fortsetzung der Workshop-Arbeit in allen Arbeitsbereichen der Behindertenhilfe-Einrichtung. Die verabredete regelmäßige Wiederholung der Workshops führt dazu, dass sich einzelne Teams inzwischen in der 3 Workshop-Runde befinden und eine Reduzierung der erlebten Arbeitsbelastungen beschreiben.

Ausgangspunkt für die Durchführung der Mitarbeiterbefragung ist das Bestreben des Vorstands, im Rahmen der Balanced-Score-Card die Mitarbeiterzufriedenheit zu erheben. Zusammen mit dem Betriebsrat wird unter der Moderation von IGP ein Fragebogen entwickelt und auf einer Online-Plattform umgesetzt. Bei einem Rücklauf von 86% können schnell erste Maßnahmen für die gesamte Belegschaft umgesetzt werden (Quick-Wins).

Für die weitere Auswertung werden in den Teams der Bank Feinanalyse- und Gestaltungsworkshops durchgeführt. Für die Durchführung dieser Workshops werden alle Führungskräfte von IGP auf einer Inhouse-Schulung geschult. Darüber hinaus können Führungskräfte die Moderationsunterstützung durch IGP für den 4-stündigen Workshop in Anspruch nehmen, um die Doppelrolle als Workshop-Moderator und Vorgesetzter zu umgehen.

Die gesetzliche Verpflichtung des Arbeitsschutzgesetztes bringt dem Betriebsrat dazu einzufordern, dass die bestehende Gefährdungsbeurteilung auch auf die psychischen Belastungen ausgeweitet wird. In einem von IGP moderierten Einstiegsworkshop „Eine gemeinsame Sprache sprechen“ des paritätisch besetzten Planungsteams wird schnell klar, dass ein beteiligungsorientiertes Workshopmodell den größten Nutzen für den Betrieb bringen kann.

Nach einer Pilotphase werden nach und nach alle Teams der Produktion in die von IGP moderierte Workshop-Arbeit einbezogen. Es werden weitreichende Maßnahmen umgesetzt, die weit über das eigentliche Handlungsfeld der psychischen Belastungen hinausgehen. So werden z.B. die Kantinenzeiten für die Spätschicht -Beschäftigten ausgeweitet oder im gesamten Betrieb naturidentische Leuchtstoffröhren eingebaut.

Für die Umsetzung der Vorgaben der Gesamtbetriebsvereinbarung zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wird im Werk vor Ort ein Steuerungskreis benannt. Schnell wird klar, dass die einzelnen Steuerkreismitglieder und auch das weitere Umfeld des Steuerkreises (Betriebsräte, Personalreferenten) über einen sehr unterschiedlichen Kenntnisstand zur Gefährdungsbeurteilung verfügen und der Integration der psychischen Belastungen mit Vorbehalten gegenüberstehen.

Unter der Beratung von IGP wird die Idee entwickelt, eine größere Gruppe von beteiligten Akteuren gemeinsam zu schulen und auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen. Gleichzeitig sollten in dem von IGP moderierten Workshop auch Vorbehalte abgebaut und eine gemeinsame Haltung zum Thema entwickelt werden. Am Ende gelingt es in dem zweitägigen Workshop, ein gemeinsam getragenes Umsetzungskonzept zu verabschieden, das nach einer Pilotphase bis heute Bestand hat.

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat sind sich einig, dass ein fürsorglich durchgeführtes BEM einen Nutzen für den Betrieb und auch für den erkrankten Beschäftigten haben kann. Ausschlaggebend für den BEM-Erfolg ist ein transparenter Prozess, in dem alle gleich behandelt werden, und eine professionelle Gesprächsführung, die den Fürsorgegedanken lebt und Ängsten vorbeugt.

Unter der Moderation von IGP werden die einzelnen Verfahrensschritte des BEM erarbeitet und in einer Betriebsvereinbarung festgehalten. Vor Beginn der ersten Gespräche werden alle Mitglieder des BEM-Teams durch IGP in der Gesprächsführung geschult und üben die Fallbearbeitung gemeinsam an einem Praxisfall.

Der Betriebsrat regt die Überarbeitung einer sehr alten Regelung zu Krankenrückkehrgesprächen an. Gemeinsam mit der Personalführung wird ein dreistufiges Kommunikations-Konzept erarbeitet, dessen dritte Stufe aus dem gesetzlich beschriebenen BEM-Gespräch besteht.

Zum Führen der vorgelagerten fürsorglichen Gespräche werden alle Führungskräfte in einer Tagesschulung auf die Gespräche vorbereitet. In den von IGP durchgeführten Schulungen werden neben der Übung von Gesprächsinhalten vor allem die Aufgaben und Rollenwahrnehmung der Führungskräfte diskutiert. Im Mittelpunkt des Erfahrungsaustausches steht die Frage: „Was habe ich als Führungskraft mit der Gesundheit meiner Mitarbeiter zu tun?“